Generalsanierung Medienstandort ORF, Wien

Projektdetails:

Investitionsbudget: 182.000.000 €

Leistung(en): Baumanagement / ÖBA

Beschreibung:

Das Medienzentrum ORF wurde in den 1970er Jahren in Fertigteilbauweise errichtet.
Das Projekt Generalsanierung und Erweiterung des Medienzentrums ORF betrifft die Sanierung der bestehenden Gebäude unter Einhaltung der Anforderungen des Denkmalschutzes sowie die Errichtung eines multimedialen Newsrooms.

Insgesamt werden sechs bestehende Gebäude saniert und 3 Neubauten errichtet.

Das bereits fertig sanierte Gebäude 1 besteht aus 7 Obergeschossen, Erdgeschoss, 3 Untergeschossen und Sammlerübergängen im 4. Untergeschoss mit ca. 30.000 m² Bruttogeschossfläche. Die Obergeschosse 1 bis 6 beherbergen Büros, Archive, Teeküchen, WC-Anlagen, Seminarräume, Serverräume und das ORF-Kuratorium. Im 7. Stock befinden sich die Haustechnikanlagen.

Im Erdgeschoss befinden sich ein Atrium, das für Großveranstaltungen und Vorträge genutzt wird, ein Empfangsbereich, eine Bank und weitere Büros. Im Untergeschoss befinden sich die HKLS-Anlagen, ein Lager und eine Tiefgarage für ca. 1.000 Fahrzeuge.

Im Hinblick auf die energetische Sanierung und basierend auf dem Energieaudit werden die Energieeffizienzmaßnahmen für das Gebäude 1 im Folgenden beschrieben:

  • Teilweise Sanierung der Gebäudehülle, einschließlich Fassade und Fenster
  • Wärmedämmung des Daches
  • Komplette Sanierung/Erneuerung der HKLS, der Sanitäranlagen sowie der EMSR-Anlagen

Das ebenfalls bereits fertig sanierte und in Betreib genommene Gebäude 2 besteht aus 2 Obergeschossen, einer HKLS-Anlage auf dem Dach und 4 Untergeschossen mit ca. 8.400 m² Bruttogeschossfläche. Die Obergeschosse beherbergen Archive, Teeküchen, Toilettenanlagen, Seminarräume und Serverräume. In den Untergeschossen sind die HKLS- und Elektroanlagen, ein Postamt und ein Eingangsbereich untergebracht.

In Anbetracht der Tatsache, dass das Gebäude 1968 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wurde bei der energetischen Sanierung auf der Grundlage des Energieaudits für das Gebäude 2 eine geringe Dämmstärke vorgesehen die an der Fassade angebracht wird, um die Fassadenstruktur zu erhalten. Die Dämmstärke liegt zwischen 2 und 6 cm, im unteren Bereich waren bis zu 14 cm möglich. Die Dämmung besteht aus EPS oder, wo aus Brandschutzgründen erforderlich, aus Mineralwolle. Durch die neuen Fenster und die Dämmung der Außenfassade wurde bei Gebäude 2 ein Heizwärmebedarf von 107,21 kWh / m2a erreicht.

Da es sich um ein öffentliches Gebäude handelt, werden die Planungs- und Bauarbeiten nach dem österreichischen Energieeffizienzgesetz durchgeführt. Die Berechnung der Bauphysik basiert auf der ÖN B8110.

Die Gebäude 3, 4, 5 und 6 werden aktuell in unterschiedlicher Intensität saniert. Gleichzeitig befinden sich die Gebäude 7, 8 und 11 als Neubau in Errichtung.

Leistungsumfang:      

  • Entwurfsprüfung: Bauarbeiten-Gebäudehülle, HKLS und Elektroarbeiten
  • Prüfung der Ausschreibungsunterlagen: Bauarbeiten-Gebäudehülle, HKLS und Elektroarbeiten
  • Kostenverwaltung:
    • Überwachung des Budgets und der Ausgaben
    • Budgetprognose
    • finanzielle Berichterstattung
  • Terminverwaltung:
    • allgemeiner Arbeitsplan
    • Überwachung der gesetzten Meilensteine
    • Lösungsvorschläge bei Verzögerungen
  • Projektüberwachung und Berichtswesen: monatliche, vieteljährliche Berichte über Fortschritte und Risiken
  • Vertragsüberwachung: ca. 20 Baufirmen und Lieferanten, ca. 10 Einzelgutachter für:
    • Tragwerksplanung (Statik)
    • Bauphysik (Energieeffizienz)
    • Brandschutz
    • Örtliche Bauaufsicht vor Ort

Projektgalerie:

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